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Thema: Mind Your Mind- Gedankengänge eines Gamers- NR.01: Apokalypse Now

Vor etwa 2 Jahren von Sine_Metu gestartet

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  1. Sine_Metu

    Registriert am: 09.04.10

    Beiträge: 1598

    Hi Leute!

    Bei der Unmenge an Quellen, die ein Freund der virtuellen Unterhaltung angeboten bekommt, kommt es manchmal vor, dass gewisse Zitate, Artikel oder Videokommentare einen Eindruck hinterlassen und einen gehörig ins Grübeln bringen.
    Ich will euch hier immer wieder solche Denkanstöße posten, über die hier dann ausgiebig diskutiert werden kann.

    Heutiger Beitrag:
    Editorial Ausgabe Mai 2011 des Magazins CONSOL.AT

    Was für eine Aufregung: Das videospielverrückteste Land der Welt steht nach einem Tsunami und einer drohenden Atom- Katastrophe unter Schock. Die drittstärkste Wirtschaftsnation der Welt hat auf einmal andere Probleme als Highscores und neue Nintendo- Hardware [...] Die Branche wirkt ebenfalls geschockt. So zieht Sony alle "Motorstorm: Apocolypse"- Kampagnen zurück und veröffentlicht das Spiel ausserhalb von Europa gar nicht. Aufgrund der Qualität kein großer Verlust, aber erneut ein Beweis für die Unbeholfenheit, wie man in einer solchen Situation richtig reagiert. Shooter erscheinen nämlich trotz unzähliger Brandherde im nahen Osten oder Nordafrika ohne jegliche Einschränkungen. Warum aber reagieren wir auf Tsunamis in "From Dust" sensibler als auf Tote in Homefront? Ist uns Japan näher als Lybien?

    Vielleicht sollten uns die Geschehnisse für manche Dinge sensibilisieren. Etwa, dass wir in Videospielen die Welt noch hundertmal retten können und Mutter Erde uns trotzdem einen Strich durch die Rechnung machen kann, oder sich Entwickler öfter mal wieder um Aufbausimulationen bemühen könnten, als immer nur Zerstörung, Mord und Totschlag. Klar, einen Fatility bei "Mortal Combat" auszulösen sieht cooler aus als eine Blume in "Harvest Moon" zu pflanzen, aber ein wenig mehr Gleichgewicht würden wir uns wünschen [...]

    Was meint ihr dazu? Sollen Spiele mit Gewalt und Katastrophen in zukunft sensibler umgehen, oder sollen die Entwickler einfach Spiele machen, die sich gut verkaufen und den Durst der Gemeinde befriedigen?

    So- jetzt seid ihr gefragt, was meint ihr zu diesem Thema?
    Seid ihr auch der Meinung, dass die Branche sich schon aus Imagegründen der Sache annehmen sollte, oder seht ihr Spiele als Medium welches sich nicht auf aktuelle Themen beziehen sollte, bzw. welches seine eigene Sicht auf diese darstellen (darf)?

    "Die philosoffische Spielwiese - Chernarus Private___128.65.214.37:2302"
  2. Funkuchen

    Registriert am: 14.04.11

    Beiträge: 7

    ich finde, dass videospiele (,wie zB filme) ein medium zur verarbeitung solcher ereignisse sind (, solange sie die ganze sache nicht verharmlosen) - zumal wie ich ebenfalls finde, games eine gesellschaftliche (noch) nicht angesehene kunstform ist...

  3. Sine_Metu

    Registriert am: 09.04.10

    Beiträge: 1598

    push das mal...kann ja nicht sein, dass da keiner was zu sagen hat/will -_^

    "Die philosoffische Spielwiese - Chernarus Private___128.65.214.37:2302"
  4. Davinci91

    Registriert am: 29.06.09

    Beiträge: 760


    Sine_Metu schrieb:
    push das mal...kann ja nicht sein, dass da keiner was zu sagen hat/will -_^



    Ich möchte was zu sagen: Also ich finde es wichtig das Spiele solche Themen behandeln sollten, doch leider ist es momentan eher schwierig für Spiele so etwas im richtigen Tenor zu thematisieren, denn leider fehlen der Spielebranche die Köpfe für solche Sachen. Da ist die Filmbranche weiter und die anderen natürlich auch. Ergo in Zukunft kann ich mir so etwas schon eher denken, doch momentan sollten sie es nicht machen, weil das Standing von Spielen darunter auch leiden könnte.

    "www.Spielkabinett.blog.de und www.iamgamer.de"
  5. HankScorpio

    Registriert am: 21.05.10

    Beiträge: 1862


    Davinci91 schrieb:
    doch momentan sollten sie es nicht machen, weil das Standing von Spielen darunter auch leiden könnte.



    Das find ich nicht. "Das können wir jetzt nicht machen" ist nichts weiter als eine sinnlose Ausrede. So lange ein solches Spiel fiktiv und gut ist, wird es immer funktionieren, vielleicht sogar in Deutschland.
    Die Entwickler sollten nur auf gar keinen Fall den Fehler machen, das Spiel in einem realen Land stattfinden zu lassen.
    Das Problem ist halt die Balance zwichen Glaubhaftigkeit, Gameplay und kultureller Relevanz zu schaffen. Das können zugegebenermaßen nur wenige Spiele, aber wenn Spiele irgendwann mal auf einem Niveau mit Musik/Film/Literatur sein wollen, was die Aufarbeitung von Zeitgeschichte angeht, dann muss man sich auch irgendwann an solch einen brisanten Stoff wagen.

  6. Dan Smith

    Registriert am: 23.07.09

    Beiträge: 1454

    Schwieriges Thema und irgendwie auch eine Abwandlung der No russian-Diskussion.

    Wenn Spiele tatsächlich mehr sein wollen als pure Unterhaltung, werden sie nicht darum herum kommen, sich ensthaft mit den Themen der Welt auseinander zu setzen. Stichwort hier wäre dann wohl das "Antkriegsspiel". Berücksichtigt man Spiele wie Heavy Rain oder L.A. Noir kann man davon ausgehen, dass Storytelling in Zukunft ganz anders aussehen wird, und der eine oder andere Versuch gestartet wird, das Kriegsthema auf die Art dem Spieler näher zu bringen. ABER das heißt nicht, dass man darauf verzichten wird, Spiele zu produzieren, die massig Geld einbringen.
    Einige kennen sicher die Collage mit den Kommentaren amerikanischer Vollpfosten zur Erdbeben/Tsunami-Katastrophe in Japan, dass es die gerechte Strafe Gottes für den Angriff auf Pearl Harbor sei und der ganze andere Schwachsinn - das lässt sich auch auf die Konflikte in der Welt übertragen. So kann man als Wohnzimmer-Patriot der Welt zeigen, wie cool Amerika ist, wenn man Deutsche, Japaner, Koreaner, Araber, Perser oder Russen über den Haufen schießt. Die Nachfrage ist also da, selbst wenn man die Käufer abzieht, die darin wirklich nur ein Spiel sehen, mit dem sie Spaß haben möchten. Und was hat das mit der Beliebtheit in Europa zu tun? Naja, Wohnzimmer-Rambos schätze ich (kleiner Scherz, das Käuferbild ist natürlich differenzierter)... es ist viel offensichtlicher: man ist desensibilisiert.
    Sicher, jedes Spiel hat in irgendeiner Hinsicht seine Daseinsberechtigung, aber mal ehrlich: wer setzt sich damit wirklich auseinander? Erinnert man sich an Simons Kommentar zu Call of Duty 4 (G1-Beitrag, bei ca. 0:30 Sekunden), kann man sich fragen, wieviele haben dies nun getan? Oder ist es realistischer davon auszugehen, dass der Multiplayer dann doch wichtiger war, weil es eben Spaß gemacht hat? Ich tippe (vollkommen wertfrei!) auf Letzteres. Videospiele sind ein junges Medium, und, das sollte man nicht vergessen, in erster Linie auf Unterhaltung aus, weniger auf kopflastige Inhalte. Und man kann niemandem wirklich einen Vorwurf machen, wenn er/sie Spaß beim "Krieg spielen" empfindet, auch wenn es zynisch klingt, lässt man das Setting weg und ersetzt es durch Roboter, Aliens oder sonst etwas, bleibt es, was es auch schon vorher war: ein Geschicklichkeitsspiel.

    Solange man selbst nicht betroffen ist, sind solche Dinge abstrakt. Man weiß, dass es schrecklich ist, man wünscht so etwas niemandem, den Spaß wird man aber nicht verlieren. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Menschen sich gegenseitig aus versch. Motiven töten.
    Bei einer Katastrophe, wie sie in Japan stattgefunden hat (und immer noch präsent ist), zeigt sich jedoch völlige Hilflosigkeit: wie soll man sich gegen etwas wehren, das so viel mächtiger ist, als alles, was man erfinden könnte?!
    Gut, vielleicht gab es einige, die zynisch genug waren und Disaster - Day of Crisis gespielt haben, andere dachten, es wäre besser ein Spiel mit Katastrophenthematik (MS: Apocalypse) zu verschieben.
    Aber wie soll man in einem Spiel etwas aufarbeiten, das sich nicht fassen lässt? Das einzige Spiel, das diese Thematik eventuell richtig angehen könnte ist I am alive (Überlebenskampf nach Katastrophe, Kampf um Wasser/Lebensmittel usw.), da es aber immer wieder verschoben oder die Produktion von Grund auf neu gestartet wurde, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Und dann ist immer noch nicht sicher, dass es nicht doch in die "Bruce Willis rettet die Welt"-Kerbe schlägt.
    In einem Antikriegsspiel könnte man wenigstens nachvollziehen, warum die Katastrophe eintrat, eine Naturkatastrophe hingegen findet statt oder nicht - da kann man sich nur im Nachhinein mit den Folgen auseinandersetzen. So oder so, es braucht Leute mit Hirn, Geld und Mut der Publisher, ernste Themen seriös zu präsentieren.
    Wünschenswert wäre es allemal, mit Veröffentlichungen kann man kurz-/mittelfristig aber sicher nicht rechnen.

    • Update #1 (19. April, 02:04 Uhr):

      Anmerkung: Ich finde auch, dass "die Zeit ist noch nicht reif"-Aussagen kontraproduktiv sind. Je eher, desto besser.

    "Newsflash, Mr Wizard! Vampires pee!"
  7. HankScorpio

    Registriert am: 21.05.10

    Beiträge: 1862

    Das Problem ist doch vor allem, dass man einem Spiel viel eher den Entwicklungsaufwand anmerkt als einem Film oder einem Musikalbum und dieser dann auch entsprechend ins Gewicht fällt. Um dem Thema gerecht zu werden braucht es heutzutage wohl ein Budget im höheren zweistellign Millionenbereich. Das setzt dann aber auch voraus, dass sich das Spiel ausreichend verkauft und ausreichend bedeutet dabei dann wohl mindestens +2 Mio. Das viele Publisher das Risiko scheuen kann ich auch verstehen, aber es gibt ja nicht einmal vergleichsweise günstig produzierte Arcade-Titel die sich mit dem Thema befassen (zumindest sind mir keine bekannt). Und das finde ich wirklich schade, es gibt schließlich auch Filmproduktionen in verschiedenen Budgetklassen die sich mit gegenwärtigen Themen differenziert befassen.

  8. Dan Smith

    Registriert am: 23.07.09

    Beiträge: 1454


    HankScorpio schrieb:
    Das Problem ist doch vor allem, dass man einem Spiel viel eher den Entwicklungsaufwand anmerkt als einem Film oder einem Musikalbum und dieser dann auch entsprechend ins Gewicht fällt. Um dem Thema gerecht zu werden braucht es heutzutage wohl ein Budget im höheren zweistellign Millionenbereich. Das setzt dann aber auch voraus, dass sich das Spiel ausreichend verkauft und ausreichend bedeutet dabei dann wohl mindestens +2 Mio. Das viele Publisher das Risiko scheuen kann ich auch verstehen, aber es gibt ja nicht einmal vergleichsweise günstig produzierte Arcade-Titel die sich mit dem Thema befassen (zumindest sind mir keine bekannt). Und das finde ich wirklich schade, es gibt schließlich auch Filmproduktionen in verschiedenen Budgetklassen die sich mit gegenwärtigen Themen differenziert befassen.



    Mein Reden, ohne entsprechende Investitionen kann man es vergessen. Gerade bei Arcade-Titeln rechne ich am wenigsten mit so etwas - da geht es wenn überhaupt kreativer/künstlerischer (Limbo) zur Sache.
    Am Rande: Ob Arcade-Spiele überhaupt das richtige Medium wären, kann ich nicht mal sagen, immerhin zeigen manche Entwickler echt Humor, falls Du die letzte G1-Folge gesehen hast, es wurde Rush'n Attack vorgestellt... vielleicht interpretiere ich zuviel hinein, aber nimmt man den Namen des Spiels und den Handlungsort (Russland), da musste ich schon schmunzeln -> klingt doch verdächtig nach Russian Attack. Aber das nur nebenbei.

    zu Filmen (und anderen Medien):
    Hier zeigt sich noch eine andere Problematik. Spiele werden verkauft, fertig, nur so macht der Publisher Gewinn.
    Bücher, Musik aber vor allem Filme haben oft mehrere Vertriebswege. Bleiben wir bei Filmen: Kino, Videothek, DVD/Blu-ray, Pay-per-View, Fernsehen (es fallen schließlich auch für das Senden Tantiemen an). So wird die Chance auf hohe Gewinne breit gefächert und hinzu kommt natürlich der größte Faktor, der deutlich größere Kundenkreis.
    Es hängt wirklich alles zusammen. Das Medium ist zu jung, um alle erreichen zu können, die Zielgruppe ist zu klein, um Risiken eingehen zu können (wollen), und so geht es immer weiter.
    Das ändert sich leider erst, wenn jemand den Mumm hat, es doch zu versuchen - wenn es sein muss immer wieder.

    "Newsflash, Mr Wizard! Vampires pee!"
  9. Funkuchen

    Registriert am: 14.04.11

    Beiträge: 7

    Meiner Meinung nach ist die größte Hirde, das Image von Spielen, die vom Großteil der Bevölkerung als solche, nämliche "Spiele" abgetan werden, Unterhaltung und Beschäftigung für Heranwachsende und höchstens noch junge Erwachsene, alle älteren die sich dennoch ausführlich mit diesem Medium beschäftigen werden als kindisch angesehen.
    Darum wird es wohl (leider) über kurz oder lang noch so bleiben, dass das Potential von Games verdeckt schlummert.
    Ich finde Heavy Rain hat wahrscheinlich auch viel dazu beigetragen ,dass sich das alles ändern wird, das aber von mir hier nur am Rande.

  10. Davinci91

    Registriert am: 29.06.09

    Beiträge: 760


    HankScorpio schrieb:

    Davinci91 schrieb:
    doch momentan sollten sie es nicht machen, weil das Standing von Spielen darunter auch leiden könnte.



    Das find ich nicht. "Das können wir jetzt nicht machen" ist nichts weiter als eine sinnlose Ausrede. So lange ein solches Spiel fiktiv und gut ist, wird es immer funktionieren, vielleicht sogar in Deutschland.
    Die Entwickler sollten nur auf gar keinen Fall den Fehler machen, das Spiel in einem realen Land stattfinden zu lassen.
    Das Problem ist halt die Balance zwichen Glaubhaftigkeit, Gameplay und kultureller Relevanz zu schaffen. Das können zugegebenermaßen nur wenige Spiele, aber wenn Spiele irgendwann mal auf einem Niveau mit Musik/Film/Literatur sein wollen, was die Aufarbeitung von Zeitgeschichte angeht, dann muss man sich auch irgendwann an solch einen brisanten Stoff wagen.



    Ahh vielleicht war ich nicht verständlich genug, ich meinte nur das Spiele nicht als kulturgut angesehen werden momentan, deswegen würde man einen Stoff der nicht unterhaltet eher ablehnen in der Masse und das führe zu einer weiteren Ablehnung von Spielen. Ergo ich meine nur das ihr Standing gefährdet wär, wenn man so ein Thema verbockt und da Spiele noch nicht bei der Masse so ankommen als Kulturgut sollte man wie du schon sagtest den fikitiven Weg wählen, zum Beispiel mal Kritik an der amerikanischen Weltpolitik äußern, denn es nervt Spiele sind ja fast nur noch amerikanische Propaganda, vorallem der Ego-Shooterbereich.

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  11. Sine_Metu

    Registriert am: 09.04.10

    Beiträge: 1598


    Davinci91 schrieb:

    HankScorpio schrieb:

    Davinci91 schrieb:
    doch momentan sollten sie es nicht machen, weil das Standing von Spielen darunter auch leiden könnte.



    Das find ich nicht. "Das können wir jetzt nicht machen" ist nichts weiter als eine sinnlose Ausrede. So lange ein solches Spiel fiktiv und gut ist, wird es immer funktionieren, vielleicht sogar in Deutschland.
    Die Entwickler sollten nur auf gar keinen Fall den Fehler machen, das Spiel in einem realen Land stattfinden zu lassen.
    Das Problem ist halt die Balance zwichen Glaubhaftigkeit, Gameplay und kultureller Relevanz zu schaffen. Das können zugegebenermaßen nur wenige Spiele, aber wenn Spiele irgendwann mal auf einem Niveau mit Musik/Film/Literatur sein wollen, was die Aufarbeitung von Zeitgeschichte angeht, dann muss man sich auch irgendwann an solch einen brisanten Stoff wagen.



    Ahh vielleicht war ich nicht verständlich genug, ich meinte nur das Spiele nicht als kulturgut angesehen werden momentan, deswegen würde man einen Stoff der nicht unterhaltet eher ablehnen in der Masse und das führe zu einer weiteren Ablehnung von Spielen. Ergo ich meine nur das ihr Standing gefährdet wär, wenn man so ein Thema verbockt und da Spiele noch nicht bei der Masse so ankommen als Kulturgut sollte man wie du schon sagtest den fikitiven Weg wählen, zum Beispiel mal Kritik an der amerikanischen Weltpolitik äußern, denn es nervt Spiele sind ja fast nur noch amerikanische Propaganda, vorallem der Ego-Shooterbereich.



    Hmmm, aber warums sollte so ein Stoff nicht unterhalten? Wenn so ein Stoff nicht unterhält(und damit meine ich alle Formen von hervorgerufenen Emotionen- seien es Trauer, Wut, Erleichterung...) dann ist das doch wahrscheinlich NICHT der Fehler des Themas. Als ich "Der Soldat James Ryan" das erste mal sah, dachte ich vorher auch: "Is ja toll, noch ein dumper Krigsfilm."
    Warum sollte bei der breiten Masse nicht ein ähnlicher Effekt auftreten, wenn der Stoff nur gut in Szene gesetzt werden würde. Vorallem, bei den Leuten, die sowieso nicht spielen, hätte die Branche eh nix zu verlieren...Wenn Leute von Vorurteilen gegenüber Gaming geblendet sind, kann man nur mit neuen Konzepten zur alten (verhassten) Thematik auffallen.
    Ich sehe das Problem eher bei der Szene selbst. Wir verbauen uns viel selber, wenn wir Spiele, welche die genannten Ansätze zeigen verschmähen- aber immer wieder den selben Shooter kaufen...so lustig er auch sein mag. WIR müssen den Entwicklern zeigen, dass sie mit solchen Konzepten einen richtigen Weg beschreiten und ihn weiter Verfolgen sollten.

    Wie sollen wir darauf hoffen, das die Spielszene in der Gesellschaft Fuß fasst(und somit auch viele Themen ohne Voreingenommenheit der Masse behandeln könnte), wenn nicht mal WIR den Fortschritt willkommen heißen...

    "Die philosoffische Spielwiese - Chernarus Private___128.65.214.37:2302"
  12. HankScorpio

    Registriert am: 21.05.10

    Beiträge: 1862


    Davinci91 schrieb:
    Ahh vielleicht war ich nicht verständlich genug, ich meinte nur das Spiele nicht als kulturgut angesehen werden momentan, deswegen würde man einen Stoff der nicht unterhaltet eher ablehnen in der Masse und das führe zu einer weiteren Ablehnung von Spielen. Ergo ich meine nur das ihr Standing gefährdet wär, wenn man so ein Thema verbockt und da Spiele noch nicht bei der Masse so ankommen als Kulturgut sollte man wie du schon sagtest den fikitiven Weg wählen, zum Beispiel mal Kritik an der amerikanischen Weltpolitik äußern, denn es nervt Spiele sind ja fast nur noch amerikanische Propaganda, vorallem der Ego-Shooterbereich.



    Nene, ich hab dich schon verstanden, ich sehe es nur anders. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich so ein Spiel - wie ein Film oder Buch - auch verkaufen wird, wenn es gut ist. Unterhaltung liegt ja immer im Sinne des Betrachters. Einige fühlen sich von Heavy Rain gut unterhalten, andere von CoD. Zugegebenermaßen sind die Leute die Shooter spielen deutlich in der Überzahl, aber auch die Verkaufszahlen zeigen, dass Spiele wie Heavy Rain eine Daseinsberechtigung haben.

    Mit dem fiktiven Szenario meinte ich eine Naturkatastrophe in einem nicht existenten Land/Stadt/whatever darzustellen. Die Katastrophe in Japan nachzustellen stelle ich mir nahezu unmöglich schwer vor. Wenn das schief geht, ginge das schon in Richtung Voyeurismus. Zumal Spiele, die sich mit aktuellen und gleichzeitig realen Ereignissen befassen, es bisher fast immer schwer hatten (Stichwort Six Days in Fallujah).

  13. Davinci91

    Registriert am: 29.06.09

    Beiträge: 760


    HankScorpio schrieb:

    Mit dem fiktiven Szenario meinte ich eine Naturkatastrophe in einem nicht existenten Land/Stadt/whatever darzustellen. Die Katastrophe in Japan nachzustellen stelle ich mir nahezu unmöglich schwer vor. Wenn das schief geht, ginge das schon in Richtung Voyeurismus. Zumal Spiele, die sich mit aktuellen und gleichzeitig realen Ereignissen befassen, es bisher fast immer schwer hatten (Stichwort Six Days in Fallujah).



    Genau das sagte ich ja auch, wenn es schief geht ist eine neue Diskussion da. Ebenso zeigst du ja auch ein Beispiel das es für solche Spiele verflucht schwer ist. Außerhalb der Gamergemeinde, ergo die die sich den Kopf über Spiele Tatsache zerbrechen, wird so etwas kaum Anerkennung finden. Schaut euch doch nur die ideotische Killerspiel-Diskussion an, da werden Fakten und Tatsachen mal einfach so erfunden. Ich möchte also nicht wissen was sie machen, wenn so ein Spiel was eine aktuelle Katastrophe thematisiert nach hinten losgeht. Oder noch ein gutes Beispiel ist Playing Columbine. Es wird nun mal einfach noch nicht akzeptiert. Doch merke ich das dies sich langsam aber stetig ändert. Ergo finde ich noch sind solche Themen schwierig und ich verstehe, wenn sie noch nicht behandelt werden.

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