Hi Leute!
Bei der Unmenge an Quellen, die ein Freund der virtuellen Unterhaltung angeboten bekommt, kommt es manchmal vor, dass gewisse Zitate, Artikel oder Videokommentare einen Eindruck hinterlassen und einen gehörig ins Grübeln bringen.
Ich will euch hier immer wieder solche Denkanstöße posten, über die hier dann ausgiebig diskutiert werden kann.
Heutiger Beitrag:
Editorial Ausgabe Mai 2011 des Magazins CONSOL.AT
Was für eine Aufregung: Das videospielverrückteste Land der Welt steht nach einem Tsunami und einer drohenden Atom- Katastrophe unter Schock. Die drittstärkste Wirtschaftsnation der Welt hat auf einmal andere Probleme als Highscores und neue Nintendo- Hardware [...] Die Branche wirkt ebenfalls geschockt. So zieht Sony alle "Motorstorm: Apocolypse"- Kampagnen zurück und veröffentlicht das Spiel ausserhalb von Europa gar nicht. Aufgrund der Qualität kein großer Verlust, aber erneut ein Beweis für die Unbeholfenheit, wie man in einer solchen Situation richtig reagiert. Shooter erscheinen nämlich trotz unzähliger Brandherde im nahen Osten oder Nordafrika ohne jegliche Einschränkungen. Warum aber reagieren wir auf Tsunamis in "From Dust" sensibler als auf Tote in Homefront? Ist uns Japan näher als Lybien?
Vielleicht sollten uns die Geschehnisse für manche Dinge sensibilisieren. Etwa, dass wir in Videospielen die Welt noch hundertmal retten können und Mutter Erde uns trotzdem einen Strich durch die Rechnung machen kann, oder sich Entwickler öfter mal wieder um Aufbausimulationen bemühen könnten, als immer nur Zerstörung, Mord und Totschlag. Klar, einen Fatility bei "Mortal Combat" auszulösen sieht cooler aus als eine Blume in "Harvest Moon" zu pflanzen, aber ein wenig mehr Gleichgewicht würden wir uns wünschen [...]
Was meint ihr dazu? Sollen Spiele mit Gewalt und Katastrophen in zukunft sensibler umgehen, oder sollen die Entwickler einfach Spiele machen, die sich gut verkaufen und den Durst der Gemeinde befriedigen?
So- jetzt seid ihr gefragt, was meint ihr zu diesem Thema?
Seid ihr auch der Meinung, dass die Branche sich schon aus Imagegründen der Sache annehmen sollte, oder seht ihr Spiele als Medium welches sich nicht auf aktuelle Themen beziehen sollte, bzw. welches seine eigene Sicht auf diese darstellen (darf)?
